Spezielle Unternehmer in einer Region mit Potenzial

„Agile Organisation mit großer Tradition und Zukunft“

Beim „feier-abend“ zum 200-jährigen IHK-Jubiläum sprachen Unternehmerpersönlichkeiten und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier am 21. Juni 2021 über die Bedeutung, die Aufgaben und die Zukunft der IHK Offenbach am Main und ihrer Mitgliedsunternehmen.

Foto: Sven L. Franzen

„Offenbach hat mit der Gründung der Handelskammer vor 200 Jahren ein Bekenntnis zu seiner Wirtschaftskraft mit den agierenden Unternehmen in der Region abgegeben. Der Grundgedanke war, eine freie wirtschaftliche Betätigung zu garantieren, in der Überzeugung, dass selbstständiges Engagement die gemeinsamen Interessen wahrt. Damit wurde der Grundstein für die bis heute wirkende Eigeninitiative und Verantwortung der Unternehmen aus Stadt und Kreis Offenbach gelegt. Die Werte der ehrbaren Kaufleute – Vertrauen, Fairness, Verlässlichkeit – sind heute aktueller denn je“, äußerte IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller ihre Überzeugung.

Für sie ist das „spezielle Offenbacher Unternehmertum“ durch typische Eigenschaften gekennzeichnet. Das seien Wagemut, Ideenreichtum, Flexibilität und der Blick dafür, Chancen zu ergreifen.

Starke Stimme der Wirtschaft

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier unterstrich: „Massive Umwälzungen in der Wirtschaft – wie besonders in Zeiten der Pandemie – benötigen den engen Austausch zwischen Politik und Unternehmen. Die Rolle der IHK ist, die Vielfalt der Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen zu bündeln, Interessen gegenüber der Politik zu formulieren und eine starke Stimme für die Wirtschaft zu sein. Die Notwendigkeit der IHK und ihrer Arbeit für die Ausbildung, für Arbeitsplätze, für die Infrastruktur und die Themen, die Unternehmen und Gesellschaft in Zukunft bewegen, ist unbestritten. Die IHK Offenbach am Main ist eine agile Organisation mit großer Tradition und Zukunft.“

Sasan Tabib, Chip 1 Exchange GmbH & Co. KG, Neu-Isenburg, erkennt großes Potenzial in der Region und fordert eine gemeinsame Zukunftsplanung / Foto: IHK

Unternehmensvielfalt erhalten

„Die Politik tendiert auf Europaebene, aber auch teilweise in Deutschland in Richtung Elefantenunternehmen und große Konglomerate“, warnte Manfred Schultheis, Geschäftsführer der Vibra Maschinenfabrik Schultheis GmbH & Co., und appellierte: „Wir sollten jedoch sehr wachsam sein und uns weiterhin die für Deutschland typische, bunte Vielfalt an kleinen und mittelständischen Unternehmen erhalten – verbunden mit dem Wunsch, dass dies politisch auch entsprechend flankiert wird.“

Die IHK stärkt den Standort

„Die Standortplanung in Stadt und Kreis Offenbach ist außerordentlich wichtig, ob es der Masterplan für Offenbach ist oder die Verkehrsplanung, aber auch die Innenstadtplanung. Wie sieht hier die Zukunft aus? Wie viele Händler hat die Stadt noch? Wie viel Gastronomie wird es noch geben und wie können wir die Innenstadt stärken? Das sind ganz wichtige Themen. Hier hat unsere IHK ihre Stärken und ist dort sehr, sehr aktiv“, hob Glaabsbräu-Geschäftsführer und IHK-Vizepräsident Robert Glaab aus Seligenstadt hervor.

Robert Glaab, Glaabsbräu GmbH & Co. KG, Seligenstadt, setzt beim Thema Standortstärkung auf die IHK Offenbach am Main. / Foto: IHK

Großer Vorteil Diversität

„All das, was unsere Region ausmacht, ist für uns als weltweit agierender Distributor unersetzlich. Die hier auffindbare Diversität spiegelt die Vielfalt Europas wider. Das findet man sonst selten in einer anderen Region Deutschlands. Offenbach ist für uns ein sensationeller Standort, den wir weiterhin hegen und pflegen sollten. Das Potenzial ist da, wir müssen allerdings die richtigen Fragen für die Zukunft stellen. Was müssen wir tun, um die nächsten Jahre nicht zu verschlafen?“, will Sasan Tabib, Chip 1 Exchange GmbH & Co. KG., gemeinsam mit anderen Unternehmern und der IHK diskutieren.
Den „feier-abend“ noch einmal erleben

Alle Diskussionsbeiträge, Unternehmenseinblicke und die Zeitreise des „feier-abends“ gibt es unter:

www.ihkof.de/200