Werbegeschenke: Vorsicht vor der Steuerfalle!

Gerade vor Weihnachten machen Unternehmen ihren Kunden gern kleine Werbegeschenke. Aus steuerlicher Sicht sind dabei zwei Beträge wichtig:

  1. Der Schenker kann die Besteuerung pauschal mit 30 Prozent (zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) übernehmen, sofern er nicht den Beschenkten mit der Zahlung der Steuer belasten will – was den Sinn eines Geschenkes mehr oder weniger ad absurdum führen würde. Die sogenannten Streuwerbeartikel mit Anschaffungskosten von unter zehn Euro können von der pauschalen Besteuerung ausgenommen werden.
  2. Geschenke, die einen Wert von 35 Euro nicht übersteigen, können als Betriebskosten geltend gemacht und von der Steuer abgesetzt werden. Voraussetzung: Das Geschenk ist betrieblich begründet und der Empfänger erbringt dafür keine Gegenleistung. Für die Prüfung der 35-Euro-Grenze sind alle Geschenke an eine Person während eines Wirtschaftsjahres zusammenzurechnen.