Sitzen, Klima, Lärm, Licht: So bleiben Ihre Mitarbeiter im Büro gesund

Die richtige Ausstattung verhindert gesundheitliche Beeinträchtigungen – und damit womöglich teure Fehlzeiten

Mitarbeiter-Fehlzeiten, die durch falsche oder schlecht eingestellte Büroausstattung ausgelöst werden, bescheren deutschen Unternehmen jährlich Arbeitsausfälle in Millionenhöhe. Dabei kann mit den richtigen Maßnahmen in den vier Kernbereichen „Sitzen“, „Klima“, „Lärm“ und „Licht“ bereits viel für ein gesundes Arbeiten im Büro getan werden. Achten sollte man bei der Ausstattung vor allem auf Folgendes.

  • Sitzen: Stuhl und Schreibtisch sollten individuell einstellbar sein, damit jeder Mitarbeiter beim Arbeiten die optimale Sitzposition einnehmen kann. Das heißt vor allem: Ober- und Unterschenkel sollten einen 90-Grad-Winkel bilden, die Rückenlehne den unteren und mittleren Rückenbereich abstützen und die komplette Sitzfläche genutzt werden. Ebenfalls wichtig sind gelegentliche Bewegungspausen. Viele Büros lagern Drucker, Kopierer und Ähnliches deshalb in Nebenräume aus, damit die Mitarbeiter gezwungen sind, ab und zu aufzustehen und wenigstens einige Schritte zu gehen.
  • Klima: Temperatur und Luftfeuchtigkeit haben nicht nur Einfluss auf das Wohlbefinden, sondern auch auf die Gesundheit. Zu trockene Luft kann z. B. zu Hautschäden oder geröteten Augen führen. Die meisten Klimaanlagen lassen sich auf eine bestimmte Luftfeuchtigkeit einstellen. Idealerweise beträgt sie 40 bis 45 Prozent. Die Raumtemperatur sollte zwischen 20 und 22 Grad liegen. Grünpflanzen spenden ebenfalls Feuchtigkeit – und verleihen dem Arbeitsplatz zusätzlich ein angenehmeres Ambiente.
  • Lärm: Ein permanenter Geräuschpegel verhindert effektives Arbeiten, strapaziert die Nerven und produziert Stress. Auch in Großraumbüros gehen mehr und mehr Betriebe deshalb dazu über, ihre Mitarbeiter durch Trennwände vor klingelnden Telefonen oder lauten Kollegengesprächen abzuschirmen. Geräuschintensive Elektrogeräte sollten in separaten Räumen untergebracht werden. Als sinnvoll haben sich auch Rückzugsräume bewährt, in denen zum Beispiel in aller Ruhe Besprechungen durchgeführt werden können, oder sogenannte „Chill-Bereiche“ für kurze Pausen.
  • Licht: Damit den Kolleginnen und Kollegen auch gesundheitlich am Arbeitsplatz ein Licht aufgeht, braucht es eine gut aufeinander abgestimmte Mischung aus individueller Beleuchtungssteuerung direkt am Arbeitsplatz und der Gesamtbeleuchtung. Da die Beleuchtungsstärke immer den individuellen Anforderungen und der jeweiligen Tätigkeit angepasst werden sollte, sind Dimmerschalter ausgesprochen sinnvoll. Grundsätzlich gilt aber: Tageslicht ist unschlagbar. Große Fenster und lichtdurchflutete Räume sind deshalb immer künstlichen Lichtquellen vorzuziehen, seien sie auch noch so raffiniert installiert.
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