Neue japanische Generalkonsulin zu Gast in der IHK Offenbach am Main

Gemeinsam für Freihandel und Demokratie positionieren

Die neue japanische Generalkonsulin in Frankfurt, Setsuko Kawahara, besuchte am 9. Oktober 2018 die IHK Offenbach am Main zu einem Gedankenaustausch.

V.l.n.r.: IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner, IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller, die Generalkonsulin des japanischen Generalkonsulats Frankfurt am Main, Setsuko Kawahara, Vizekonsul Hiroaki Matsuyama, Kenzo Römer, Assistent in der Wirtschaftsabteilung des Generalkonsulats, und IHK-Geschäftsführerin International Mirjam Schwan. Foto: Arens-Dürr/IHK

IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller erklärte: „Die Wirtschaftsbeziehungen Deutschlands mit Japan sind traditionell sehr eng. Gerade im Rhein-Main-Gebiet haben zahlreiche japanische Unternehmen ihren Sitz. So auch in der Region Offenbach, wo unter anderem das europäische Hauptquartier von Fuji Electric sowie die Unternehmen Honda Research und Kubota angesiedelt sind.“

Kawahara hob die gemeinsamen Herausforderungen Deutschlands und Japans hervor: „Gerade vor dem Hintergrund des Handelsstreits zwischen China und den USA ist es wichtig, sich gemeinsam stark für Freihandel und Demokratie zu positionieren.“

„Im Zuge des jüngst abgeschlossenen Freihandelsabkommens zwischen der EU und Japan dürften die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan sich in der Zukunft weiter positiv entwickeln. Wir haben uns geeinigt, zu den genauen Inhalten und Vorteilen des neuen Freihandelsabkommens mit Japan 2019 gemeinsam eine Informationsveranstaltung für Unternehmen anzubieten“, berichtete Schoder-Steinmüller. Zoll- und Handelsfragen seien das eine, die interkulturellen Besonderheiten Japans sollten jedoch ebenfalls nicht aus dem Blickfeld geraten. Ein gegenseitiges Verständnis könne die wirtschaftlichen Beziehungen nur fördern.

In diesem Zusammenhang stellte Schoder-Steinmüller die IHK-Aktivitäten im Rahmen der Städtepartnerschaft Offenbach-Kawagoe vor, „zu denen auch eine seit über 15 Jahren bestehende Partnerschaft der Handelskammern mit einem lebendigen Austauschprogramm für junge Erwachsene beider Städte gehört.“

Seit über 25 Jahren profitiert jedes Jahr je ein Studierender aus Kawagoe und Offenbach von einem dreimonatigen Stipendium für ein Unternehmenspraktikum und einen Aufenthalt in einer Gastfamilie im jeweils anderen Land. Gefördert wird der Austausch über die Offenbacher Stiftung für Berufsbildung. „Das Programm leistet einen aktiven Beitrag zur Förderung der sprachlichen und interkulturellen Verständigung. Es bietet den beteiligten Unternehmen die Chance, potenzielle künftige Fachkräfte im Rahmen eines Praktikums kennenzulernen und Kontakte nach Japan weiter auszubauen“, verdeutlichte die IHK-Präsidentin.

www.stiftung-berufsbildung.de