SPEZIAL Digitalisierung

Elektronische Zugangskontrollen:
Sicher ist sicher

Moderne Systeme sorgen für mehr Schutz – neue EU-Datenverordnung muss allerdings genau beachtet werden

Sichere Zugänge zum Betrieb: Immer mehr Unternehmen setzen bei diesem Thema auf elektronische Zugangskontrollen. Moderne Systeme eröffnen dabei vielerlei Möglichkeiten. Mit der neuen europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) sind aber auch erweiterte rechtliche Vorschriften zu beachten.

Anders als bei privat genutzten Gebäuden hängt die Auswahl des passenden Schließsystems bei Firmenzugängen von deutlich mehr Faktoren ab. So ist es beispielsweise ein Unterschied, ob bestimmte Bereiche in der Regel nur von

einem feststehenden Mitarbeiterkreis betreten werden, oder ob die Zugangsberechtigten häufig wechseln. Davon hängt auch ab, ob eventuell Funktionen mit einer zeitlichen Begrenzung des Zutritts erforderlich sind.

Einfache kabellose Kontrollen funktionieren beispielsweise über einen PIN-Code oder komplett berührungslos per RFID-Technik. Sie bieten sich hauptsächlich für Innenräume an, da diese Systeme normalerweise keine Einmalnutzung erlauben. Für Außentüren empfehlen Experten eher kabellos installierte Varianten elektronischer Schließzylinder. Steuerungen per Fernbedienung sind hier möglich und werden häufig genutzt. In letzter Zeit greifen allerdings auch immer mehr Unternehmen auf biometrische Zugangskontrollen zurück, also beispielsweise eine Steuerung per Gesichtsscan oder Fingerabdruck.

Bei allen digitalen Zugangskontrollen zum Betrieb müssen seit diesem Jahr die Vorschriften der EU-DSGVO befolgt werden. Sie verstärkt noch einmal deutlich den Schutz persönlicher Daten von Zugangsberechtigten. Ein Beispiel: Kontrollverfahren dürfen nur noch Informationen übermitteln, die auch tatsächlich für die Zugangsberechtigung notwendig sind. Reicht etwa die Information „Mitarbeiter“ aus, darf keine weitere Information wie zum Beispiel „Mitglied der Revision“ enthalten sein. Aufgrund der teils recht komplizierten Vorschriften empfiehlt es sich, bei der Installation neuer Systeme neben Technik-Experten auch die Unterstützung durch einen Datenschutzfachmann zu nutzen.