Rotarische Berufsinformation in der IHK Offenbach am Main

Ein einzigartiges Angebot zur Berufsorientierung

Rund 500 Schüler kamen am 13. November 2018 zur Berufsinformation der Rotary Clubs Dreieich-Neu-Isenburg, Offenbach-Stadt, Offenbach-Dreieich, Offenbach-Einhard, Rodgau und Rotaract Offenbach in die IHK Offenbach am Main. 110 Profis gaben ihnen Auskunft über ganz unterschiedliche Berufe und Ausbildungswege.

Bruno Seibert (l.) von der Tongfang Global Germany GmbH gab den Jugendlichen Auskunft zu kaufmännischen Berufen und erklärte unter anderem, wie man sich durch ein Studium oder eine Ausbildung dafür qualifiziert. Foto: Arens-Dürr/IHK

IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner begrüßte die Schüler und berichtete ihnen: „Die Chancen für eine freie Berufswahl steigen. Die Unternehmen suchen dringend Fachkräfte.“ Dies belegt die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage, in der die Unternehmen aus der Region Offenbach die mangelnde Verfügbarkeit von Fachkräften als größtes Risiko für sich sehen. 44 Prozent der Unternehmen können offene Stellen längerfristig nicht besetzen. 22 Prozent suchen erfolglos nach Arbeitskräften ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Jeweils 43 Prozent suchen vergeblich nach Personen mit dualer Berufsausbildung oder einem Fachwirt/Meister. Gleichzeitig werden im Jahr 2025 laut IHK-Fachkräftemonitor in der Region Offenbach 8.600 Fachkräfte fehlen, allein 7.000 mit einer beruflichen Ausbildung.

„Auch die duale Berufsausbildung ist für Abiturienten attraktiv“, ergänzte der IHK-Hauptgeschäftsführer. Die Karriere- und Verdienstmöglichkeiten seien oft gleich, teilweise sogar besser als mit einem Studium.

Wer sich für ein Studium entscheide, solle sich gründlich informieren, damit der passende Studiengang gefunden und ein Studienabbruch vermieden wird. „Die berufliche Orientierung in den Gymnasien muss ausgebaut und vor allem das Thema Berufsausbildung in den Blick genommen werden“, forderte Weinbrenner.

Experten kennen ihre Verantwortung

„Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, als verantwortungsbewusster Unternehmer jungen Menschen zu helfen, die möglichst ‚richtige‘ Wahl für ihren zukünftigen Beruf zu treffen“, sagt Olaf Mayer von der LUT Luft- und Umwelttechnik GmbH in Offenbach. „Wer kann junge Menschen besser beraten oder Empfehlungen geben als in den jeweiligen Berufen aktive Personen?“ fragt der Ingenieur. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren seien die Schüler besser auf die Gespräche vorbereitet gewesen. „Sie kamen teilweise mit detaillierten, schriftlich vorformulierten Fragen auf mich zu. Vorkenntnisse, mögliche Ausbildungswege, Karrierechancen, aber auch ‚Work- Life Ballance‘ und die Verbindung von Beruf und Familie waren Themen, die wir diskutiert haben. Im Gegensatz zu früher – so mein Eindruck – kamen diesmal deutlich mehr Schülerinnen.“