Kreativität aktiv fördern, Innovationen vorantreiben

Den Faktor Mensch erfolgreich nutzen

Die Digitalisierung stellt bestehende Prozesse auf den Prüfstand. Zwar wird die einfache Effizienzsteigerung dabei zunehmend von Computerprogrammen übernommen. Die Herausforderung, innovativ auf die sich wandelnden Anforderungen des Marktes reagieren zu können, bleibt jedoch in Menschenhand.

Kreativität hilft beim Lösen von Problemen. Foto: Schnabel

Während große Konzerne dafür ganze Innovationsabteilungen auffahren, sehen sich kleine und mittelständische Unternehmen der Schwierigkeit ausgesetzt, mit oft deutlich weniger Mitteln Innovationen vorantreiben zu müssen. Doch eine kleinere Belegschaft und entsprechende Unternehmensstrukturen können auch ein Vorteil im Kampf um Marktanteile sein. Die Voraussetzung hierfür ist eine durchdachte Personalentwicklung und eine „transformationale“ Führungskultur. Das bedeutet einen Umgang mit den Mitarbeitern, der unterschiedliche Erfahrungen und Aufgaben wertschätzt und in den kreativen Problemlöseprozess einbindet. Kreativität ist umgangssprachlich eine fast mystische Eigenschaft, die Menschen entweder haben oder nicht. Kreatives Schaffen wird häufig mit der Erfindung von etwas völlig Neuem gleichgesetzt. Dabei wird vergessen, dass ein kreatives Produkt ebenso eine neue Kombination bereits vorhandener Bestandteile und Ideen sein kann. Neuartig und nützlich lautet das Credo, nicht neu um jeden Preis. Um kreatives Problemlösen in kleinen und mittleren Unternehmen möglich zu machen, können Personaler wie Führungskräfte auf die oftmals vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen der Mitarbeiter als Ressource zurückgreifen. Dies setzt eine Unternehmenskultur voraus, in der gleichzeitig Kreativitäts-Blockaden abgebaut und Offenheit für neue Erfahrungen gefördert werden. So lässt sich die „Creative self-efficacy“, also das kreative Selbstbewusstsein der Mitarbeiter, erhöhen. Ziel ist es, dass sich der Mitarbeiter zutraut, kreativ zu sein. Das funktioniert nur, wenn er in den für Kreativität notwendigen Fähigkeiten gefördert wird.

Dazu wird eine Denkweise benötigt, die viele verschiedene und auch außergewöhnliche Ideen, Mut zum Scheitern und Unsicherheit zulässt. Aber auch bewusste Konventionsbrüche – zum Beispiel die Arbeit an einem außergewöhnlichen Ort – helfen. Vor allem sollten die individuellen Stärken und Herausforderungen der Teammitglieder sowie deren Erfahrungsschatz erkannt und integriert werden, um gut harmonierende Arbeitsgruppen zu bilden und deren Produktivität sicherzustellen.

Mehr denn je ist Innovation also von einer Unternehmensführung abhängig, in der Mut zur Kreativität gelebt wird und der Faktor Mensch im Mittelpunkt steht.

Weitere Informationen unter:

www.creativelearningspace.com

Autorin:

Dr. Deborah Schnabel
Telefon (0172) 6177 402
E-Mail deborah@creativelearningspace.com

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