Regeln rund um die Weihnachtsfeier

Das Fest in der Firma

Weihnachtsfeiern haben in vielen Unternehmen Tradition. Damit nach der fröhlichen Festlichkeit keine Katerstimmung aufkommt, sollten die Organisatoren einige Grundregeln beachten.

Mit einer Weihnachtsfeier drücken Arbeitgeber Wertschätzung gegenüber ihren Mitarbeitern aus. Foto: pressmaster – stock.adobe.com

Ein solches Betriebsfest tut der Atmosphäre im Unternehmen und dem Gemeinschaftsgefühl gut. Es gibt aber keine Pflicht, es zu veranstalten, selbst wenn die Weihnachtsfeier in den Vorjahren regelmäßig Usus war.

Obwohl kein Rechtsanspruch auf eine Einladung besteht, sollte kein Mitarbeiter von Feiern im Unternehmen ausgeschlossen werden. Ein Ausnahmefall: Der Betrieb muss aufrechterhalten werden, weil Maschinen weiterlaufen oder eine Notfallversorgung gewährleistet sein muss.

Feiern ist freiwillig

Zur Teilnahme der Mitarbeiter gibt es keine gesetzliche Regelung. Sie feiern freiwillig, denn sie müssen nur die in ihrem Arbeitsvertrag vereinbarte Leistung erbringen. Aber wie sieht es aus, wenn das Fest in der Arbeitszeit stattfindet? Die Antwort lautet: Arbeitnehmer, die der Einladung nicht folgen, müssen arbeiten. Ist das nicht möglich, zum Beispiel weil der Betrieb zu dieser Zeit eingestellt oder geschlossen ist, haben sie nur dann frei, wenn der Arbeitgeber es erlaubt hat. Sonst verstoßen sie gegen ihre arbeitsvertraglichen Pflichten.

Kosten und Steuern

Arbeitgeber können die Kosten einer Betriebsfeier bis zu einer gewissen Grenze steuerlich geltend machen. Dies gilt nach dem Einkommensteuergesetz allerdings nur, wenn die Veranstaltung nicht außerhalb der Arbeitszeit stattfindet und sie allen Mitarbeitern offensteht.

Die Gesamtausgaben für Essen, Getränke, Bewirtung, musikalische Darbietung und Geschenke geteilt durch die Anzahl der anwesenden Teilnehmer sollten nicht mehr als 110 Euro brutto beziehungsweise 92,44 Euro netto betragen. Liegen die Ausgaben über diesem Freibetrag, kann der Arbeitgeber die Differenz pauschal mit 25 Prozent versteuern. Diese Regeln gelten jedoch nur für zwei Betriebsfeiern im Jahr.

Da eine Weihnachtsfeier normalerweise keine öffentliche Veranstaltung ist, ist dafür keine behördliche Genehmigung erforderlich. GEMA-Gebühren fallen nicht an.

Die gesetzliche Unfallversicherung deckt Unfälle auf Firmenfeiern nur bedingt ab. Voraussetzungen dafür sind: Es muss eine echte Betriebsfeier sein, zu der alle Mitarbeiter eingeladen sind und an der der Arbeitgeber oder ein leitender Angestellter teilnehmen. Ist dies erfüllt, sind Unfälle bei den Vorbereitungen, während des Fests und auf dem Hin- und Rückweg versichert.

Kontakt:

Marianna Kartziou
Telefon (069) 8207-222
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