ILM steigert Internationalisierungsgrad

Branchentreff für
Orientierung und Order

Auf der Internationalen Lederwarenmesse (ILM) präsentierten vom 1. bis 3. September 300 Aussteller aus 27 Ländern ihre Kollektionen für den Sommer 2019.

Seit Jahren sind die Ausstellungsflächen auf der ILM ausgebucht und es gibt Wartelisten. Die Ordermesse bewährt sich als Treffpunkt für die Branche. Foto: ILM

Die Besucher orientierten sich auf 13.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zu modischen Trends und nutzten die Gelegenheit, um Taschen, Accessoires und Kleinlederwaren sowie Reisegepäck, Business- und Schulartikel zu ordern. Das Fazit von Messe-Geschäftsführer Arnd Hinrich Kappe lautet: „Alle waren da und es wurden auch wieder ausländische Neukunden gewonnen.“

Erfreuliche Nachrichten gab es von den Herstellern und Händlern. Für den Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e.V. berichtete Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert von einer „anhaltend positiven Entwicklung“ in der Branche. Die Verkaufserlöse im ersten Halbjahr 2018 seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent gestiegen. Die größten Impulse seien vom Inlandsgeschäft gekommen, das von der weiter guten Binnenkonjunktur profitiere.

Starke Schwankungen, aber auch großes Potenzial sieht Junkert auf dem asiatischen Markt. Laut Axel Augustin, Geschäftsführer des Handelsverbands Lederwaren (BLE), schaut der Lederwarenfachhandel „mit Hoffnung und gedämpftem Optimismus“ auf die kommenden Monate. Allerdings sei die Lage im stationären Lederwarenfachhandel sehr unterschiedlich. Der Druck wachse vor allem für Taschen-Spezialisten. „Die Konkurrenz ist nur einen Mausklick entfernt“, sagte er mit Blick auf die Online-Anbieter und wies darauf hin, dass auch der Wettbewerb mit Discountern und dem Modehandel zunehme.

Die ILM Winter Styles wird vom 16. bis 18. Februar 2019 stattfinden und einen Ausblick auf die Herbst-Winter-Saison 2019/20 geben.